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Probezeit in zyprischen Arbeitsverträgen: Dauer, Verlängerung und Kündigung

Praxisleitfaden zur Probezeit nach Gesetz 25(I)/2023: Sechsmonatsgrenze, Befristung, Organpersonen, Abwesenheit, schriftliche Angaben und Kündigungsprüfung.

Zeno · Redaktion · Aktualisiert · 11 Min. Lesezeit
Inhaltsverzeichnis
  1. Arbeitsverhältnis und anwendbare Regel zuerst bestimmen
  2. Befristete Probezeit verhältnismäßig gestalten und keinen Neustart erfinden
  3. Ausnahme für leitende Organpersonen eng anwenden
  4. Verlängerung wegen Abwesenheit auf die wirkliche Fehlzeit begrenzen
  5. Probebedingungen in die vorgeschriebenen Beschäftigungsinformationen aufnehmen
  6. Faire Leistungsbewertung vor Fristablauf durchführen
  7. Entlassung und Kündigungsfrist getrennt von der Probezeitdauer prüfen
  8. Drei Vertragsentwürfe an den Regeln testen
  9. Quellen

Ein zyprischer Arbeitsvertrag kann eine Probezeit vorsehen, doch nicht jede Einstellung beginnt automatisch mit einer solchen Phase. Gesetz 25(I)/2023 begrenzt die gewöhnliche vertragliche Probezeit auf sechs Monate, verlangt bei Befristung Verhältnismäßigkeit und erlaubt eine eng begrenzte Verlängerung wegen tatsächlicher Abwesenheit. Für bestimmte leitende Organpersonen besteht eine Sonderregel. Dauer, Kündigungsfrist und Schutz vor rechtswidriger Entlassung sind verschiedene Fragen. Dieser Leitfaden zeigt Arbeitgebern, wie sie Rolle, Vertrag, Kalender und Nachweise vor einer Entscheidung prüfen. Er ersetzt weder die Lektüre der aktuellen Vorschriften noch eine konkrete arbeitsrechtliche Beratung.

Arbeitsverhältnis und anwendbare Regel zuerst bestimmen

Prüfen Sie zunächst, ob die Person Arbeitnehmer ist und welche Beschäftigungsform vereinbart wurde. Gesetz 25(I)/2023 ist die zentrale Quelle für eine vertragliche Probezeit. Es schafft nicht bei jeder Einstellung automatisch eine Probephase; Vertrag oder Arbeitsverhältnis müssen sie vorsehen. Das zyprische Arbeitsministerium erläutert den allgemeinen Arbeitnehmerbegriff und nennt Gruppen, für die Sonderregeln gelten. Prüfen Sie tatsächliche Tätigkeit, Sektor und etwaigen Kollektivvertrag, bevor Sie eine Standardklausel kopieren. Eine Bezeichnung als Berater oder freier Mitarbeiter entscheidet die rechtliche Einordnung nicht allein, wenn die tatsächliche Zusammenarbeit eine Beschäftigung zeigt.

Artikel 15 Absatz 1 begrenzt die Probezeit in Arbeitsverhältnissen, die eine solche Phase vorsehen, auf sechs Monate. Das gilt ungeachtet älterer Abreden vor Inkrafttreten des Gesetzes. Die Grenze ist keine Empfehlung, jede Probezeit exakt sechs Monate lang anzusetzen. Wählen Sie eine Länge, die sich aus Tätigkeit, Einarbeitung und realistischer Beurteilung erklären lässt. Benennen Sie einen eindeutigen Beginn und ein berechenbares Ende. Führungskraft und Personalabteilung sollten wissen, wann Zwischenbewertung und endgültige Entscheidung erfolgen müssen. Ein unklarer Starttermin kann später auch die Kündigungsfrage erschweren.

Verwechseln Sie die Dauer der Probezeit nicht mit der Dauer ununterbrochener Beschäftigung, die bestimmte Kündigungsfristen auslöst. Die amtliche ältere Broschüre zur Beendigung nennt 26 Wochen und beschreibt eine besondere Situation bei einer längeren Probezeit. Daraus folgt nach dem Gesetz von 2023 aber keine allgemeine 104-wöchige Probezeit für gewöhnliche Arbeitnehmer. Lesen Sie beide Regelungsbereiche gemeinsam für die betreffende Person und die konkreten Daten. Eine Lohnabrechnungsvorlage mit „zwei Jahren Probezeit für alle“ ist zu prüfen und nicht als heutige Rechtslage zu übernehmen.

Weiterführend: schriftliche Beschäftigungsbedingungen.

Rechtsgrundlage und Hinweise: Zyprisches Gesetz 25(I)/2023 über transparente und vorhersehbare Arbeitsbedingungen, Artikel 11, 15 und 28; Zyprisches Arbeitsministerium: amtliche Broschüre zu Probezeit und transparenten Beschäftigungsbedingungen; Zyprische Sozialversicherung: amtlicher Leitfaden zur Beendigung eines Arbeitsverhältnisses

Befristete Probezeit verhältnismäßig gestalten und keinen Neustart erfinden

Für befristet Beschäftigte gilt nicht automatisch dieselbe sechsmonatige Probephase wie für ein unbefristetes Verhältnis. Artikel 15 Absatz 1 verlangt, dass die Probezeit zur voraussichtlichen Vertragsdauer und zur Art der Arbeit verhältnismäßig ist. Ein dreimonatiges Projekt mit sechsmonatiger Probezeit ist schon zeitlich widersprüchlich und rechtlich fragwürdig. Erläutern Sie bei kurzen Einsätzen, welche Fähigkeiten zu prüfen sind, wie lange eine sachgerechte Bewertung braucht und weshalb die gewählte Frist zum Auftrag passt. Eine pauschale Übernahme der Höchstdauer ersetzt keine begründete Einzelfallentscheidung.

Nach Artikel 15 Absatz 2 ist bei Verlängerung eines befristeten Vertrags für dieselbe Position und dieselben Aufgaben keine neue Probezeit erforderlich. Eine neue Vertragsnummer oder ein verändertes Budget darf den Bewertungszeitraum nicht einfach zurücksetzen. Vergleichen Sie tatsächliche Aufgaben, Team, Verantwortung und Arbeitsinhalt statt allein die Stellenbezeichnung. Ändert sich die Tätigkeit wesentlich, prüfen Sie die Rechtsgrundlage einer neuen Bewertung gesondert. Gehen Sie nicht davon aus, dass jede Vertragsverlängerung einen weiteren Zeitraum von sechs Monaten eröffnet. Dokumentieren Sie auch, ob die ursprüngliche Probephase bereits vollständig absolviert wurde.

Bewahren Sie den ersten Vertrag, dessen Probezeit und die Entscheidung über die Verlängerung auf. Wenn der Arbeitgeber die Leistung in derselben Rolle schon beurteilt hat, kann wiederholte Probezeit den gesetzlichen Schutz unterlaufen. Befristung wirft zusätzlich Fragen nach aufeinanderfolgenden Verträgen, Gleichbehandlung und Ablauf der vereinbarten Dauer auf. Diese Fragen sind nicht identisch mit der Probezeit. Verwenden Sie eine neue Probeklausel nicht, um eine unsichere Klassifikation des Arbeitsverhältnisses zu reparieren. Im Personalakt sollte erkennbar sein, welche Frage geprüft wurde und welche gerade offenbleibt.

Rechtsgrundlage und Hinweise: Zyprisches Gesetz 25(I)/2023 über transparente und vorhersehbare Arbeitsbedingungen, Artikel 11, 15 und 28; Zyprisches Arbeitsministerium: amtliche Broschüre zu Probezeit und transparenten Beschäftigungsbedingungen

Ausnahme für leitende Organpersonen eng anwenden

Artikel 15 Absatz 3 nimmt bestimmte leitende Personen juristischer Personen von der gewöhnlichen Sechsmonatsgrenze und der Regel zum gleichen befristeten Aufgabenbereich aus. Der Gesetzestext knüpft an Funktionen wie Verwaltungsrat, Vorsitz, Leitung, Sekretariat oder eine vergleichbare Stellung an und verweist auf das Gesetz zum Schutz des Arbeitsentgelts. Die Broschüre des Arbeitsministeriums beschreibt für solche Positionen eine Probezeit über sechs Monaten, aber nicht über zwei Jahren. Lesen Sie den aktuellen Gesetzestext und die genaue Organfunktion, bevor Sie die Ausnahme verwenden. Der Broschürenhinweis allein macht keinen gewöhnlichen Arbeitnehmer zum Organmitglied.

Ein eindrucksvoller Jobtitel beweist die Ausnahme nicht. Klären Sie, ob die Person ein Organ der juristischen Person ist, welche rechtliche Befugnis sie trägt und ob sie Arbeitnehmer, Organinhaber oder beides ist. Ein vom Verwaltungsrat bestellter Director mit Dienstvertrag kann anders zu beurteilen sein als ein Teamleiter, dessen Titel nur das Wort „Director“ enthält. Bestellung, Handelsregisterunterlagen und Arbeitsvertrag sollten einander nicht widersprechen. Prüfen Sie außerdem, wer die Person tatsächlich beurteilt und wer den Vertrag ändern oder beenden darf. Eine oberflächliche Titelprüfung schafft vermeidbares Prozessrisiko.

Auch bei echter Ausnahme bleiben Entgelt, Gleichbehandlung, Urlaub und Schutz vor verbotenen Entlassungsgründen bestehen. Eine zweijährige Probephase kann für die konkrete Tätigkeit unverhältnismäßig oder wirtschaftlich unklug sein; planen Sie deshalb Zwischenbewertungen und prüfen Sie das gesonderte Kündigungsrecht. Bei unklarer Einordnung ist die gewöhnliche Sechsmonatsgrenze ein vorsichtiger Ausgangspunkt, bis zyprischer Rechtsrat die Organstellung bestätigt. Ändern Sie keine Stellenbezeichnung nur, um eine längere Probezeit in eine Vorlage einzutragen. Ein ausnahmsweise längerer Zeitraum muss zum tatsächlichen Amt und zum unterschriebenen Vertrag passen.

Weiterführend: Unterschied zwischen Beschäftigung und Organfunktion.

Rechtsgrundlage und Hinweise: Zyprisches Gesetz 25(I)/2023 über transparente und vorhersehbare Arbeitsbedingungen, Artikel 11, 15 und 28; Zyprisches Arbeitsministerium: amtliche Broschüre zu Probezeit und transparenten Beschäftigungsbedingungen

Verlängerung wegen Abwesenheit auf die wirkliche Fehlzeit begrenzen

Artikel 15 Absatz 4 erlaubt eine Verlängerung, wenn ein Arbeitnehmer während der Probezeit von der Arbeit abwesend war. Die Verlängerung darf die Dauer dieser Abwesenheit nicht überschreiten. Das ist ein begrenzter Ausgleich für fehlende Beurteilungszeit, kein allgemeines Recht, die gesamte Probephase neu zu starten. Ermitteln Sie die konkreten Fehltage und rechnen Sie den vorgeschlagenen Zusatzzeitraum nach. Teilen Sie ein neues Enddatum und den sachlichen Grund schriftlich mit, damit Arbeitnehmer und Vorgesetzter mit demselben Kalender arbeiten. Halten Sie fest, wann die Entscheidung getroffen und übermittelt wurde.

Eine Klausel, nach der der Arbeitgeber nach freiem Ermessen beliebig verlängern darf, passt schlecht zu dieser gesetzlichen Grenze. Bei mehreren Abwesenheiten addieren Sie nur tatsächliche Fehlzeiten und prüfen, ob auch eine kürzere Verlängerung für eine faire Beurteilung ausreicht. Verarbeiten Sie dafür nur erforderliche Personaldaten. Rechtlich relevant ist die Zeit, in der Leistung nicht beobachtet werden konnte; daraus folgt keine Erlaubnis, medizinische Details im Managementkreis zu verbreiten. Stimmen Sie Personalakte und Systemdaten ab, damit eine automatische HR-Frist keine längere Verlängerung erzeugt als das Gesetz zulässt.

Prüfen Sie andere Schutzvorschriften, bevor Sie während oder nach einer Abwesenheit handeln. Schwangerschaft, Mutterschaft, geschützte Freistellung, Behinderung und Krankheit können besondere Grenzen und Antidiskriminierungspflichten auslösen. Die Verlängerungsregel ist keine Kündigungserlaubnis. Führungskräfte sollten die Nutzung geschützter Abwesenheit als negatives Leistungsmerkmal vermeiden und im Zweifelsfall Rat einholen. Unterscheiden Sie nachvollziehbare arbeitsbezogene Kriterien von einer Behandlung wegen der Abwesenheit. Die Dokumentation sollte zeigen, welche Leistung tatsächlich bewertet wurde und welcher Zeitraum nur wegen fehlender Beobachtungsmöglichkeit hinzugefügt wurde.

Rechtsgrundlage und Hinweise: Zyprisches Gesetz 25(I)/2023 über transparente und vorhersehbare Arbeitsbedingungen, Artikel 11, 15 und 28; Zyprisches Arbeitsministerium: amtliche Broschüre zu Probezeit und transparenten Beschäftigungsbedingungen; Zyprische Sozialversicherung: amtlicher Leitfaden zur Beendigung eines Arbeitsverhältnisses

Probebedingungen in die vorgeschriebenen Beschäftigungsinformationen aufnehmen

Gesetz 25(I)/2023 verlangt bestimmte Angaben über das Arbeitsverhältnis. Artikel 11 Absatz 3 nennt Dauer und Bedingungen einer vorgesehenen Probezeit. Die FAQ des Arbeitsministeriums ordnet diesen Punkt den Grundangaben zu, die spätestens sieben Tage nach Arbeitsbeginn mitzuteilen sind. Praktisch ist eine unterschriebene oder nachweisbar zugestellte Erklärung schon vor dem ersten Arbeitstag sinnvoll, auch wenn die gesetzliche Informationsfrist später endet. Sie verhindert Streit darüber, ob überhaupt eine Probezeit vereinbart war. Prüfen Sie bei grenzüberschreitender Einstellung zusätzlich, welches Arbeitsverhältnis und welche nationale Informationspflicht maßgeblich sind.

Beschreiben Sie Beginn, Höchstdauer, sachliche Beurteilungskriterien, Gesprächstermine, Verfahren einer Verlängerung wegen Abwesenheit, Kündigungsregel und Leistungen, die sich nach Ende der Probezeit ändern. „Es gilt Probezeit“ ohne Länge oder Bedingungen genügt als brauchbare Arbeitsanweisung nicht. Gibt ein Kollektivvertrag oder eine andere Quelle günstigere Rechte, lesen Sie diese neben dem gesetzlichen Minimum; Gesetz 25(I)/2023 erhält günstigere Bestimmungen ausdrücklich. Vermeiden Sie widersprüchliche Daten zwischen Angebot, Arbeitsvertrag, Gehaltsabrechnung und HR-System. Berechnen Sie das letzte mögliche Bewertungsdatum und kontrollieren Sie es vor Freigabe des Dokuments.

Bewahren Sie die schriftlichen Bedingungen und den Nachweis ihrer Zustellung auf. Ein späterer Streit über das Bestehen einer Probezeit hängt oft von Angebot, Vertrag und Einarbeitungsakte ab. Personal- und Abrechnungssysteme sollten denselben Beginn verwenden und rechtzeitig an das Ende erinnern. Eine spätere Beförderung oder Änderung der Aufgabe ist als neues Beschäftigungsereignis zu dokumentieren, statt die ursprüngliche Probeklausel stillschweigend zu reaktivieren. Ein klarer Aktenvermerk macht auch für den Arbeitnehmer nachvollziehbar, welche Bedingungen vereinbart wurden und wann eine neue Entscheidung erforderlich ist.

Weiterführend: Jahresurlaub im Arbeitsverhältnis.

Rechtsgrundlage und Hinweise: Zyprisches Gesetz 25(I)/2023 über transparente und vorhersehbare Arbeitsbedingungen, Artikel 11, 15 und 28; Zyprisches Arbeitsministerium: FAQ zu schriftlichen Beschäftigungsbedingungen; Zyprisches Arbeitsministerium: amtliche Broschüre zu Probezeit und transparenten Beschäftigungsbedingungen

Faire Leistungsbewertung vor Fristablauf durchführen

Ein rechtlich berechnetes Enddatum nützt wenig, wenn der Arbeitgeber vor Ablauf keine Leistung beurteilt. Setzen Sie in der ersten Woche arbeitsbezogene Ziele, stellen Sie Schulung und Werkzeuge bereit, dokumentieren Sie Rückmeldungen und planen Sie ein Zwischengespräch. Die Prüfung sollte die im Vertrag beschriebene Tätigkeit betreffen. Fehlt notwendige Einarbeitung, ändert sich die Rolle oder fällt die Führungskraft selbst aus, ist die pauschale Behauptung einer „nicht bestandenen Probezeit“ ein schwacher Nachweis. Notieren Sie konkrete beobachtbare Arbeitsergebnisse und die Chance zur Verbesserung, soweit dies der Einsatz zulässt.

Verwenden Sie vergleichbare Maßstäbe für vergleichbare Beschäftigte und prüfen Sie geschützte Merkmale oder Freistellungen. Auch in der Probezeit bleibt die Person Arbeitnehmer; Entgelt, Arbeitszeitaufzeichnungen und gesetzliche Ansprüche laufen weiter. Halten Sie verdienten Lohn oder Jahresurlaub nicht zurück, nur weil eine endgültige Bestätigung aussteht. Der Arbeitgeber kann ungeeignete Leistung feststellen, sollte aber Gründe und Zeitpunkt zeitnah dokumentieren, nicht erst nach einer Beschwerde erfinden. Vertrauliche Beurteilungen gehören in einen begrenzten Personalkreis und müssen sachlich bleiben.

Vor Verlängerung oder Beendigung sollte HR Vertrag, gesetzliche Höchstdauer, Verhältnismäßigkeit bei Befristung, tatsächliche Fehlzeiten und Kündigungsanalyse zusammen prüfen. Wenn eine Abwesenheit eine Verlängerung rechtfertigt, teilen Sie sie nach Möglichkeit vor dem bisherigen Enddatum mit. Ändern sich Ziele oder Aufgaben, erklären Sie die Änderung und geben eine vernünftige Gelegenheit, die neuen Erwartungen zu erfüllen. Eine strukturierte Akte hilft auch dem Arbeitnehmer, die Entscheidung zu verstehen. Legen Sie fest, wer das abschließende Gespräch führt und wer die schriftliche Entscheidung freigibt.

Weiterführend: Arbeitszeit und Ruhezeit.

Rechtsgrundlage und Hinweise: Zyprisches Gesetz 25(I)/2023 über transparente und vorhersehbare Arbeitsbedingungen, Artikel 11, 15 und 28; Zyprisches Arbeitsministerium: amtliche Broschüre zu Probezeit und transparenten Beschäftigungsbedingungen; Zyprische Sozialversicherung: amtlicher Leitfaden zur Beendigung eines Arbeitsverhältnisses

Entlassung und Kündigungsfrist getrennt von der Probezeitdauer prüfen

Der amtliche zyprische Leitfaden zur Beendigung erläutert, dass gesetzliche Arbeitgeberkündigungsfristen grundsätzlich nach mindestens 26 Wochen ununterbrochener Beschäftigung greifen, und beschreibt eine besondere Probezeitregel. Bei einer Probephase über 26 Wochen verlangt die dort genannte Position eine schriftliche Vereinbarung zu Beginn des Arbeitsverhältnisses, damit keine Frist geschuldet wird. Da Gesetz 25(I)/2023 später die gewöhnliche Probezeit auf sechs Monate begrenzte, darf eine alte Klausel über 104 Wochen nicht ungeprüft auf gewöhnliche Einstellungen übertragen werden. Prüfen Sie aktuelle Beendigungsnormen, Vertrag und günstigere Abreden anhand der tatsächlichen Daten.

Eine gültige Probeklausel erlaubt keine Entlassung aus einem verbotenen Grund. Schwangerschaft, Diskriminierung, geschützte Freistellung, Hinweisgeberstatus oder andere geschützte Tätigkeiten können die Prüfung unabhängig von der Beschäftigungsdauer ändern. Dokumentieren Sie den echten Leistungs- oder Eignungsgrund, das genaue Ende, noch geschuldetes Entgelt und Urlaub sowie eine klare schriftliche Mitteilung. Das Etikett „während der Probezeit“ beseitigt nicht alle Pflichten. Prüfen Sie auch, ob vorangegangene Beschäftigungszeit für die relevante Kontinuität zählt und welche Dokumente die Parteien tatsächlich unterschrieben haben.

Abfindung statt Kündigungsfrist, eigene Kündigung des Arbeitnehmers und Entschädigung bei rechtswidriger Entlassung gehören zum weiteren Beendigungsrecht. Sie sind nicht dieselbe Frage wie die maximale Dauer nach Artikel 15. Erreicht die Person das vereinbarte Probezeitende ohne Entscheidung, lesen Sie den Vertrag, bevor Sie einen automatischen Weiterlauf behaupten. Planen Sie das Ende als echten Entscheidungspunkt. Bei Zweifeln sollten Arbeitgeber vor einer verspäteten Beendigung konkreten zyprischen Rat einholen, statt eine Frist oder Ausnahme aus einer veralteten Vorlage abzulesen.

Weiterführend: allgemeiner Arbeitgeberleitfaden.

Rechtsgrundlage und Hinweise: Zyprische Sozialversicherung: amtlicher Leitfaden zur Beendigung eines Arbeitsverhältnisses; Zyprisches Gesetz 25(I)/2023 über transparente und vorhersehbare Arbeitsbedingungen, Artikel 11, 15 und 28; Zyprisches Arbeitsministerium: amtliche Broschüre zu Probezeit und transparenten Beschäftigungsbedingungen

Drei Vertragsentwürfe an den Regeln testen

Ein zyprisches Unternehmen bietet einer Analystin mit unbefristeter Stelle neun Monate Probezeit an. Die gewöhnliche Grenze aus Artikel 15 beträgt sechs Monate. HR ersetzt die Vorlage durch eine kürzere, sachlich begründete Dauer und beschreibt die Bedingungen in den Beschäftigungsinformationen. Zwischen- und Endgespräch werden vor Ablauf geplant. Die Monate sieben bis neun einfach „zusätzliche Beurteilung“ zu nennen, behebt den Fehler ohne tatsächlich einschlägige Abwesenheit nicht. Die Arbeitsleistung wird anhand der vereinbarten Aufgaben dokumentiert und nicht erst beim Streit bewertet.

Ein Betrieb engagiert einen Designer für ein viermonatiges befristetes Projekt und schlägt sechs Monate Probezeit vor. Er verkürzt die Prüfung auf einen zur Projektdauer und Tätigkeit passenden Zeitraum, hält den Bewertungsplan fest und dokumentiert, dass eine spätere Verlängerung bei gleicher Position und gleichen Aufgaben nicht automatisch neue Probezeit auslöst. Ein geändertes Jahresbudget macht aus denselben Aufgaben keine neue Rolle. Andere Fragen der Befristung sind gesondert zu prüfen. So bleibt klar, warum die gewählte Zeit eine echte Eignungsprüfung und kein pauschaler Schutzverlust ist.

Ein Arbeitnehmer hat vier Monate Probezeit und fehlt darin drei Wochen. Der Arbeitgeber kann nach Artikel 15 Absatz 4 eine Verlängerung von höchstens der tatsächlichen Abwesenheit erwägen, teilt das neue Datum mit und wertet die Fehlzeit nicht als schlechte Leistung. Er prüft daneben etwaigen Schutz rund um Krankheit oder Freistellung. Handelt es sich dagegen um eine leitende Organperson, untersucht das Unternehmen die gesetzliche Sonderstellung und die amtliche Zweijahresangabe getrennt, bevor es einen längeren Zeitraum erwägt. Beide Fälle brauchen einen konsistenten Vertrag und nachvollziehbare Akten.

Rechtsgrundlage und Hinweise: Zyprisches Gesetz 25(I)/2023 über transparente und vorhersehbare Arbeitsbedingungen, Artikel 11, 15 und 28; Zyprisches Arbeitsministerium: amtliche Broschüre zu Probezeit und transparenten Beschäftigungsbedingungen; Zyprische Sozialversicherung: amtlicher Leitfaden zur Beendigung eines Arbeitsverhältnisses

Primärquellen und Geltungsbereich

Quellenabgleich: 8. Oktober 2026. Dieser Leitfaden bezieht sich auf die Republik Zypern. Beispiele sind hypothetisch und keine Kundenfälle. Prüfen Sie vor einer Einreichung die aktuellen amtlichen Anforderungen.

Praktische Leitfäden zu diesem Thema

Häufig gestellte Fragen

Wie lang darf die gewöhnliche Probezeit in Zypern sein?
Artikel 15 des Gesetzes 25(I)/2023 setzt für eine vertraglich vorgesehene gewöhnliche Probezeit eine Grenze von sechs Monaten. Bei Befristung muss die Dauer zusätzlich zur Vertragslaufzeit und Tätigkeit passen.
Beginnt bei Verlängerung eines befristeten Vertrags eine neue Probezeit?
Bei derselben Position und denselben Aufgaben ist nach Artikel 15 Absatz 2 keine neue Probezeit erforderlich. Ein neues Vertragsdatum setzt die Prüfung nicht automatisch zurück.
Darf eine Probezeit wegen Abwesenheit verlängert werden?
Artikel 15 Absatz 4 erlaubt eine Verlängerung wegen tatsächlicher Abwesenheit während der Probezeit, jedoch nicht länger als diese Abwesenheit. Andere Beschäftigungsschutzrechte gelten weiter.
Dürfen Directors und leitende Organpersonen länger erprobt werden?
Artikel 15 Absatz 3 enthält eine besondere Ausnahme. Die amtliche Broschüre nennt höchstens zwei Jahre. Echte Organstellung, Vertrag und gesonderte Kündigungsregeln müssen geprüft werden.
Muss der Arbeitnehmer Probezeitbedingungen schriftlich erhalten?
Ja, soweit Probezeit vereinbart ist, zählen Dauer und Bedingungen zu den Grundangaben nach Gesetz 25(I)/2023. Das Arbeitsministerium nennt hierfür die ersten sieben Tage nach Beschäftigungsbeginn.
Erlaubt Probezeit jede Entlassung ohne Kündigungsfrist?
Nein. Kündigungsfrist, Dauer der Beschäftigung, schriftliche Vereinbarung und günstigere Regeln sind separat zu prüfen. Verbotene Entlassungsgründe bleiben verboten.

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